
|
Die Geschichte der Lichtspiele

Das Kinogebäude wurde in den 50er Jahren
im Zentrum des Ortes, am Hauptplatz 6, errichtet und war lange Zeit
das Premierenkino im Bezirk für Filme des Verleihs MGM. Wie wohl
alle Kinos haben auch die Lichtspiele Lenzing eine bewegte Geschichte.
In den Anfängen erlebten sie die Blütezeit der Filmindustrie
mit, für viele Vorstellungen waren bereits im Vorverkauf die Karten
vergriffen. Doch sie blieben auch nicht vor den Krisen der Kinobranche
verschont, der Tiefpunkt war im Jahr 1983 erreicht, als der Kinosaal
auf bisher ungeklärte Weise ausbrannte.
Eine "Rennaissance" für das gemeindeeigene Kino sollte
durch eine moderne und bequeme Bestuhlung für 325 Besucher sowie
einen neuen Linoleum-Boden geschaffen werden. Einige Jahre später
folgte die Installierung einer Dolby-Stereo-Surround-Tonanlage.
Seit November 1994 führt Hans-Joachim Derra die Lichtspiele Lenzing. Beständige Qualitätsverbesserungen sind ein wichtiger Teil unserer Unternehmensphilosophie und wir sind stolz auf unsere heutige Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt.
Am Donnerstag, den 24. November 1994 wurden
die Lichtspiele Lenzing mit der Oberösterreich-Premiere des Spielfilms
"ICH GELOBE - Lieber 2 Stunden Kino als 8 Monate Bundesheer"
des österreichischen Regisseurs Wolfgang Murnberger wiedereröffnet.
Dieser Start sollte auch gleich symbolhaft für das künftige
Programm der Lichtspiele Lenzing stehen: dem europäischen und speziell
dem österreichischen Film einen
breiten Raum im Filmangebot einzuräumen. Diese Ankündigung
aus der Eröffnungsrede kein leeres Versprechen bleiben.
Österreichische (Hinterhof-)Produktionen mischten sich unter oscarverwöhnte
Hollywood Giganten, Dokumentar- und Kunstfilme ergänzten das Programmspektrum.
... denn Österreich hat auf dem Kinosektor mehr zu bieten als nur
Schwarzenegger.
Die Programmvielfalt, die auch immer wieder Kurzfilme im Vorprogramm
bietet, sowie Filmreihen, die bestimmten Themen, Regisseuren oder Schauspielern
gewidmet sind, Einführungen durch kompetente Filmtheoretiker,
die Präsentation von Filmen durch Schauspieler oder Regisseure
(Reinhard Schwabenitzky, Elfi Eschke, Karl Merkatz, Wilma Kiener, Josef Hader, Florian Flicker u.a.) führte
auch zur mehrfachen Auszeichnung des Kinos durch das Land Oberösterreich:
Seit 1995 wurde dem Filmprogramm der Lichtspiele Lenzing jährlich der erste Preis der Kinojahresprämie für filmkulturelle Leistungen verliehen.
Diese Auszeichnungen sind natürlich Antrieb, weiterhin für
ein abwechslungsreiches Programm zu sorgen, das neben den Hollywood-Mainstream-
Produktionen auch ambitionierte Filme aus allen übrigen Teilen
der Welt bieten wird. Aus diesem Grund besuchen wir, soweit es möglich
ist, immer wieder Festivals und Programmkinos, um uns im voraus über
die Qualität von Filmen zu überzeugen.
|